Michael Speich
Am 13. August 1933 in Zürich geboren, am 21. März in Winterthur gestorben
E r s t e E r i n n e r u n g e n: Die alljährlichen Ferien im Hotel, welches
meinen Grosseltern gehörte, an der italienischen Riviera direkt am Meer.
Jäh unterbrochen durch den Krieg.
P r ä g e n d e E r i n n e r u n n g e n: 1948 organisierte die noch ganz junge UNO Arbeitslager im zerstörten Europa.
Ich durfte auf einer holländischen Insel arbeiten. Unsere Aufgabe war es, eine Wehrmachts - Frontkaserne in eine Jugendherberge umzubauen. Mit Freude und Sprachsalat arbeiteten junge Leute aus vielen europäischen Ländern und aus Amerika zusammen.
Nach Primar-und Sekundarschulabschluss hatte ich das Glück, ein jähriges Volontariat bei Walter Läubli Fotograf,Grafiker und damaligem Redaktor der Zeitschrift CAMERA übernehmen zu können. Von 1950 bis 1954 habe ich dann meine Ausbildung in der Kunstgewerbeschule in Zürich, Fachklasse Fotografie erhalten. (Heute Hochschule für Kunst und Gestaltung). Zu diesr Zeit fing ich auch zu malen an. Vom Bauhaus kamen sie, unsere Lehrer zum Beispiel Johannes Jtten mit seiner faszinierenden Formenlehre. Hans Finsler, der uns mit seinem unerschöpflichen Wissen zu begeistern vermochte. Jede jährliche Auslands-studienreise wurde zu einer hochkonzentrierten Expedition.
F a s z i n i e r e n d e E r i n n e r u n g: Unsere Dokumentation der Höhle von Lascaux in der Dordogne. Ein überwältigendes Werk diese Malereien. Um sie zu schützen ist die Höhle seit längerer Zeit für die Oeffentlichkeit nicht mehr zugänglich.

1954 Start als freischaffender Fotograf und Gestalter. Zu meiner Arbeit gehörten Fotojournalismus, Architekturfotografie und Sachfotografie.

Neben vielen in Buchform erschienenen Publikationen für kommerzielle Zwecke stehen einige wissenschaftliche Werke zum Beispiel: "corpus vasorum antiquorum" Sammlung Universität Zürich und Universität Basel, "stammnoi" (antike griechische Vasen) Kunstführer Uhrensammlung Kellenberger in Winterthur.

T y i s c h e E r i n n e r u n g: Als 1963 mein Fotobuch "Winterthur" erschien, passte es nicht in eine Zeit, in der das "schöne Postkarten-Denken" noch vorherrschte. Das Buch wurde nur in einem kleinen Kreis beachtet. Andere Sicht-und Denkweisen, welche das Gewöhnliche, das Überraschende oder das Einfache dokumentieren wurden breiter erst Jahre später wahrgenommen.
S c h ö n e E r i n n e r u n g e n: Für viele Tageszeitungen gestaltete ich Bildseiten mit Fotos und Themen, die ich aus Europa zusammengetragen habe. Diese Arbeit war für mich erfüllend und fand guten Anklang.
G e g e n w a r t: Ich käme jetzt nie mehr auf die Idee in der Malerei die genaue Abbildung der Natur anzustreben. Das naturalistische Zeichnen war in meiner Grundausbildung vor Jahren sehr wichtig, um richtig sehen zu lernen und um Proportionen zu erfassen. Diese Aufgabe erfüllt nun die Fotografie.
Beim Bilder malen liegt für mich eine Faszination in der Reduktion. Farben bewirken Kontraste und Harmonien. Formen stelle ich zueinander, so dass es intuitiv richtig ist. Klare geometrische Formen wachsen und sind nicht berechnet. Dadurch entstehen verschlüsselte Aussagen, welche es mir ermöglichen mit dem Betrachter zu kommunizieren.
Wichtig sind mir auch die Materialien, verschiedenartigste Papiere, Farben in verschiedener Konsistenz, Holz, Karton, Metall. Damit entstehen Strukturen, die mit den Augen oder auch Händen tastbar, greifbar sind.
Beim Malen habe ich Interesse an ausgereifter handwerklicher Fertigkeit. Ich liebe klare und eindeutige Farben.
Ausstellungen
1958...Foto-Ausstellung in der Galerie ABC, Winterthur
1977...Gruppen-Ausstellung Galerie ge in Winterthur
1978...Ausstellung in der Galerie Obergass 6 in Winterthur
1983...Grosse Ausstellung in Räumlichkeiten der Firma
...........AG für Druckmesstechnik KELLER in Winterthur
1985...Ausstellung in der Galerie zum Schaufenster in Laufenburg (AG)
1986...Ausstellung im "Roseboge" in Wängi (TG)
1990...Ausstellung im Atelier im Schützenbühl 2 in Winterthur
1991...Gruppen-Ausstellung bei Winkler und Richard AG Naturgärten,
...........Lommis (TG)
2007...Ausstellung im Kunsthaus Seen in Winterthur
Presse
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